Ankommen in Ulm

Die vertraute Umgebung verloren, das neue Land noch fremd - so erfahren es derzeit viele Menschen, die nach Deutschland geflohen sind. Unsere Ankommenspatenschaften im Rahmen von "Ankommen in Ulm" wollen mit dem Alltagswissen der Einheimischen das Zurechtfinden in Ulm erleichtern. Ein/e Freiwillige/r zeigt einer/einem Geflüchteten die Stadt, erzählt über den Alltag und führt zu wichtigen Einrichtungen, Kultur- und Bildungsstätten oder Sportvereinen. Bei drei gemeinsamen Erkundungen lernen sich beide Seiten kennen.

Für die neu Zugewanderten ein erster Schritt zu mehr Teilhabe und Lebensqualität. Für die Freiwilligen ein attraktives überschaubares Engagement in einem Bereich, der alle bewegt. "Ankommen in Ulm" ist ein Projekt von "engagiert in ulm", unterstützt und gefördert durch die bagfa (Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V.). In 26 Partneragenturen in ganz Deutschland sollen so bis Ende des Jahres 3000 Ankommenspatenschaften möglich werden. "engagiert in ulm" vermittelt die Patenschaften, bereitet die Freiwilligen vor und begleitet sie.

Wozu Ankommenspatenschaften?

Vieles, was uns Einheimischen vertraut und alltäglich ist, müssen neu Zugewanderte erst lernen. Sie erleben einen "Kulturschock" wie Touristen, die in ein Land kommen, dessen Sprache sie nicht sprechen und dessen Regeln sie nicht kennen. Hier braucht es einen "Fremdenführer", der sie mit der neuen Umgebung vertraut macht. Zudem sind viele Geflüchtete enorm belastet durch die Fluchterfahrung, verunsichert und trauen sich nicht, die Unterkunft zu verlassen. Gefragt ist hier eine persönliche Begleitungdie Orientierungshilfe gibt und Fragen beantwortet – eine Rolle, die engagierte Einheimische übernehmen können.

Was machen Ankommenspaten?

Die Paten treffen sich drei Mal mit einem geflüchteten erwachsenen Menschen, um gemeinsam die Stadt zu erkunden. Das erste Treffen verläuft wie eine Art persönliche Führung. Dabei zeigen sie öffentliche Einrichtungen und andere wichtige Orte. Zugleich erzählen die Paten über das Leben in der Stadt und beantworten Fragen. Bei den zwei weiteren Treffen können weitere Orte aufgesucht oder bestimmte Einrichtungen eingehender erkundet werden – ganz nach den Wünschen des Geflüchteten und nach individueller Verabredung. Denkbar sind zum Beispiel:

  • der gemeinsame Besuch einer Ausstellung oder der Bibliothek
  • eine Rundfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder
  • die Recherche, welche Sportangebote sich nutzen lassen
     

Kontakt und nähere Informationen

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, beraten wir Sie gerne in unserer Informationsstelle, Radgasse 8, 89073 Ulm, Telefon: 0731-7088514, tandem@engagiert-in-ulm.de.


Projektflyer  |  Anmeldung Ankommenspatenschaft  |  Anmeldebogen zum Ausdrucken